Navigation - PUBLICA

Sprachnavigation und Schriftgrösse

Suche

Hauptnavigation

Häufige Fragen

Teuerungsausgleich auf Renten der 2. Säule

Regelmässig gelangen Rentenbeziehende mit Fragen zum Teuerungsausgleich an PUBLICA. Die wichtigsten beantworten wir an dieser Stelle:

Welche Renten werden automatisch an die Teuerung angepasst?
 

In den massgebenden Gesetzen ist die Anpassung der Renten an die Lohn- und Preisentwicklung vorgesehen:

  • 1. Säule: ordentliche Renten aus der AHV und der IV. Diese indexbasierte Anpassung wird in der Regel alle zwei Jahre durch den Bundesrat vorgenommen (Art. 33ter AHVG).
  • 2. Säule: Hinterlassenen- und Invalidenrenten gemäss BVG (Minimalrenten), deren Laufzeit drei Jahre überschritten hat (Art. 36 Abs. 1 BVG).
Welche Renten werden nicht automatisch an die Teuerung angepasst?
 

Keine indexbasierte Anpassung an die Teuerung besteht für BVG-Altersrenten sowie für alle Renten aus der 2. Säule, die über die gesetzlichen Mindestleistungen hinausgehen. Man spricht in diesem Zusammenhang von überobligatorischen Leistungen. PUBLICA ist eine Kasse mit überobligatorischen Leistungen (Art. 36 BVG).

Wie werden Vermögenserträge verwendet?
 

Zum Schutze der Interessen sowohl der versicherten als auch der rentenbeziehenden Personen werden Vermögenserträge wie folgt verwendet:

  • 1. Priorität: Bildung von Rückstellungen und Reserven für verschiedene Massnahmen nach den für PUBLICA geltenden Bilanzierungsgrundsätzen;
  • 2. Priorität: Äufnen der Wertschwankungsreserve (Stützung und Erhöhung des Deckungsgrades);
  • 3. Priorität: Gewährung eines Teuerungsausgleichs.

(Art. 65b BVG, Artikel 48e BVV2, Art. 11 Abs. 3 Bst. C PUBLICA-Gesetz)

Was ist ein ordentlicher Teuerungsausgleich?
 

Darunter wird ein Teuerungsausgleich verstanden, der mit Ertragsüberschüssen von PUBLICA finanziert wird.

Wann kann ein ordentlicher Teuerungsausgleich gesprochen werden?
 

Ein ordentlicher Teuerungsausgleich darf erst ausgerichtet werden, wenn der Zielwert der Wertschwankungsreserve erreicht ist. Gemäss Bundespersonalgesetz (BPG, Art. 32l) muss die Reserve bei 15 % bzw. der Deckungsgrad bei 115 % liegen. Diese Grenze gilt vorderhand auch für jene Vorsorgewerke, deren Arbeitgebende bzw. Versicherte nicht dem BPG unterstehen. Ist der erwähnte Zielwert der Wertschwankungsreserve erreicht, legt das paritätische Organ jedes Vorsorgewerks basierend auf einer Empfehlung der Kassenkommission PUBLICA die Höhe eines Teuerungsausgleichs fest.

Was ist ein ausserordentlicher Teuerungsausgleich?
 

Darunter wird ein Teuerungsausgleich verstanden, der durch den (ehemaligen) Arbeitgeber/die (ehemalige) Arbeitgeberin finanziert wird.

Unter welchen Bedingungen können Rentenbeziehende einen ausserordentlichen Teuerungsausgleich erhalten?
 

Erlauben die Vermögenserträge des Vorsorgewerks keine oder nur eine ungenügende Anpassung der Renten an die Teuerung, so können die Arbeitgebenden auf den Renten ihrer ehemaligen Angestellten eine angemessene ausserordentliche Teuerungsanpassung beschliessen. Für die zum Vorsorgewerk Bund gehörenden Arbeitgebenden entscheidet der Bundesrat (Art. 32m BPG).

In welcher Form kann ein Teuerungsausgleich gesprochen werden?
 

Üblich sind Teuerungsausgleiche in Prozenten der Rente oder in Form einer Einmalzahlung.

Wie erfahre ich, ob mein Arbeitgeber/meine Arbeitgeberin in diesem Jahr einen Teuerungsausgleich auszahlt?
 

Grundsätzlich liegt es an Ihrem (ehemaligen) Arbeitgeber/Ihrer (ehemaligen) Arbeitgeberin, Sie darüber zu informieren und einen Entscheid allenfalls zu begründen.

An wen muss ich mich bei Fragen zum ausserordentlichen Teuerungsausgleich wenden?
 

Arbeitgebende begründen Ihren Entscheid für oder gegen einen ausserordentlichen Teuerungsausgleich nicht in jedem Fall gegenüber PUBLICA. Wir können somit auch keine Auskunft darüber erteilen. Deshalb bitten wir die Rentenbeziehenden, sich direkt an ihren ehemaligen Arbeitgeber/ihre ehemalige Arbeitgeberin zu wenden, wenn sie Fragen zum ausserordentlichen Teuerungsausgleich haben.
In diesem Zusammenhang erwähnenswert ist, dass die Verbände des Bundespersonals und die Delegiertenversammlung PUBLICA regelmässig versuchen, bei allen angeschlossenen Arbeitgebenden längerfristig auf die Gewährung eines ausserordentlichen Teuerungsausgleichs hinzuwirken.

Können die Renten gesenkt werden, wenn ein Sanierungsfall eintreten sollte?
 

Im Gegensatz zu den aktiven Versicherten und den Arbeitgebenden können Rentenbeziehende im Falle einer Unterdeckung nur in sehr eingeschränktem Mass belangt werden. Der Beitrag darf nur auf demjenigen Teil der laufenden Rente erhoben werden, der in den letzten zehn Jahren vor der Einführung einer Sanierungsmassnahme durch gesetzlich oder reglementarisch nicht vorgeschriebene Erhöhungen entstanden ist. Anders gesagt: Die Höhe der Renten bei Entstehung des Rentenanspruchs bleibt jedenfalls gewährleistet. Eine Änderung dieser Bestimmung könnte nur über eine Gesetzesänderung erfolgen (Art. 65d Abs. 3 BVG).

Wichtiger Hinweis!

Die Simulationen berücksichtigen die seit 1. Januar 2019 geltenden Spar-, Einkaufs- und Umwandlungssätze. Die Renten werden grundsätzlich zu tief ausgewiesen, weil allfällige individuelle Massnahmen nicht berücksichtigt sind: Nominelle Besitzstandsgarantie, Rentenaufwertung ab Alter 60, Einlage ins Vorsorgeguthaben – nicht erworbener Anteil aufgrund Restriktion 1/36 pro Monat. Die exakten Werte erhalten Sie von Ihrem Kundenbetreuer/Ihrer Kundenbetreuerin. Die entsprechenden Koordinaten finden Sie auf Ihrem Vorsorgeausweis.