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Scheidung

Die Scheidung einer Ehe bzw. die gerichtliche Auflösung einer nach dem Bundesgesetz über die eingetragene Partnerschaft gleichgeschlechtlicher Paare (PartG) eingetragenen Partnerschaft* kann Auswirkungen auf die Höhe der zukünftigen Leistungen der beruflichen Vorsorge haben.

*Da die Folgen bei Ehescheidung mit den Folgen bei gerichtlicher Auflösung einer eingetragenen Partnerschaft vergleichbar sind, wird – im Sinn einer Vereinfachung – in dieser Rubrik nur von der Ehe und deren Scheidung gesprochen.

Auswirkungen auf die berufliche Vorsorge

Das Scheidungsrecht hat unter anderem folgende Auswirkungen auf die berufliche Vorsorge:

  • Sofern wenigstens einer der Ehegatten einer Vorsorgeeinrichtung angehört, werden die während der Ehe bis zum Zeitpunkt der Einleitung des Scheidungsverfahrens erworbenen Ansprüche aus der beruflichen Vorsorge bei der Scheidung ausgeglichen.
  • Die von beiden Ehegatten während der massgeblichen Ehedauer bei Einrichtungen der beruflichen Vorsorge erworbenen Guthaben werden bei der Scheidung grundsätzlich hälftig geteilt. Wenn einer oder beide Ehegatten bereits eine Altersrente bzw. eine Invalidenrente nach dem reglementarischen Rentenalter bezieht, entscheidet das Gericht nach Ermessen über die Teilung der Rente(n).
  • Während der Ehe aus Eigengut getätigte Einmaleinlagen (zum Beispiel aus einer Schenkung oder einer Erbschaft) werden zuzüglich Zinsen bis zum Zeitpunkt der Ehescheidung nicht in die Teilung einbezogen.
  • Stehen den Ehegatten gegenseitig Ansprüche zu, so ist nur der Differenzbetrag zu teilen.
  • Diese Regelung gilt unabhängig vom gewählten Güterstand.
  • Sofern sich die Ehegatten über die Teilung geeinigt haben, werden die betreffenden Einrichtungen der beruflichen Vorsorge aufgefordert, die Durchführbarkeit sowie die Höhe der für die Berechnung massgeblichen Vorsorgeguthaben oder Renten zu bestätigen.
  • Können sich die Ehegatten nicht über die Teilung einigen, so entscheidet das Scheidungsgericht über die Teilung. Wenn die massgeblichen Vorsorgeguthaben oder Renten nicht feststehen so entscheidet das Scheidungsgericht über das Verhältnis, in welchem die massgeblichen Vorsorgeguthaben oder Renten zu teilen sind, und übergibt den Streitfall dem zuständigen Versicherungsgericht.

Wohneigentum und Vorbezug

Während der Ehe im Rahmen der Wohneigentumsförderung getätigte Vorbezüge werden anteilsmässig dem vor der Eheschliessung und dem danach bis zum Vorbezug geäufneten Vorsorgeguthaben belastet.

Was es bei Wohneigentum und einem allfälligen Vorbezug von Vorsorgegeldern im Zusammenhang mit einer Scheidung zu beachten gilt, erfahren Sie im Merkblatt „Ehescheidung oder gerichtliche Auflösung einer eingetragenen Partnerschaft: die Folgen für die berufliche Vorsorge“ (PDF, 950 KB)

Auszahlung der Ansprüche aus der beruflichen Vorsorge

Austrittsleistungen werden in der Regel nicht bar ausbezahlt. Sie müssen in der beruflichen Vorsorge verbleiben.

Eine Barauszahlung der Austrittsleistungen an die geschiedene Ehegattin bzw. den geschiedenen Ehegatten ist nur in folgenden Fällen möglich:

  • wenn sie bzw. er die Schweiz endgültig verlässt
  • wenn sie bzw. er eine selbstständige Erwerbstätigkeit aufnimmt und der obligatorischen beruflichen Vorsorge nicht mehr untersteht
  • wenn die Austrittsleistung weniger als einen Jahresbeitrag ausmacht.

Zugesprochene Rentenanteile werden in eine für die geschiedene Ehegattin bzw. den geschiedenen Ehegatten lebenslange Rente umgerechnet. Weitere Informationen betreffend die Auszahlung der lebenslangen Rente an die geschiedenen Ehegatten finden Sie im Merkblatt:

Simulation

Berechnen Sie ansatzweise die Auswirkungen einer Scheidung bzw. einer gerichtlichen Auflösung einer eingetragenen Partnerschaft auf Ihr Altersguthaben:

Simulation Scheidung – Externer Link

Bei allgemeinen Fragen zum Ausfüllen der Eingabemasken sowie für die Bestellung von verbindlichen Berechnungen wenden Sie sich bitte unter Angabe Ihrer SV-Nummer an Ihre Ansprechperson bei PUBLICA.

Wichtiger Hinweis!

Die Simulationen berücksichtigen die seit 1. Januar 2019 geltenden Spar-, Einkaufs- und Umwandlungssätze. Die Renten werden grundsätzlich zu tief ausgewiesen, weil allfällige individuelle Massnahmen nicht berücksichtigt sind: Nominelle Besitzstandsgarantie, Rentenaufwertung ab Alter 60, Einlage ins Vorsorgeguthaben – nicht erworbener Anteil aufgrund Restriktion 1/36 pro Monat. Die exakten Werte erhalten Sie von Ihrem Kundenbetreuer/Ihrer Kundenbetreuerin. Die entsprechenden Koordinaten finden Sie auf Ihrem Vorsorgeausweis.