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Das Anlagecredo von PUBLICA

1. Leistungsauftrag

Wir investieren ausschliesslich im Interesse der Versicherten und Rentenbeziehenden. Bei angemessener Begrenzung der Risiken streben wir eine Rendite an, welche es uns erlaubt, Versicherte  und Rentenbeziehende vor den wirtschaftlichen Folgen von Alter, Invalidität und Tod zu schützen. Wir stellen sicher, dass die versprochenen Leistungen jederzeit termingerecht ausbezahlt werden können.

2. Festlegung der Anlagestrategien

Anlagestrategien
Unser wichtigster Entscheid ist die Festlegung der Anlagestrategien, welche die Aufteilung des Vermögens auf verschiedene Anlageklassen wie Aktien, Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, Rohstoffe und Immobilien vorgeben. Damit bestimmen wir den Anlageerfolg zu mindestens 90 Prozent. Die Anlagestrategien basieren auf der langfristigen Anlagepolitik von PUBLICA und sind das Resultat des Asset-Liability-Management-Prozesses (ALM-Prozess), der die Verbindlichkeiten und das vorgegebene Risikobudget der Vorsorgewerke von PUBLICA berücksichtigt.

Risikobudget
Das Risikobudget jeder Anlagestrategie legen wir im Rahmen der «Überprüfung der langfristigen Anlagepolitik von PUBLICA» fest. Bei diesem Teilprozess werden die finanzielle und die strukturelle Risikofähigkeit der Vorsorgewerke, die Leistungsziele sowie die Risikotoleranz der Risikoträger berücksichtigt. Zurzeit verwenden wir für die Definition des Risikobudgets den «Conditional Value at Risk» (Durchschnitt der 5 Prozent der schlechtesten Szenarien) und die Sollrendite.

Anlagehorizont
Unsere Verbindlichkeiten sind langfristig, da der erwartete Liquiditätsbedarf im Falle einer Teilliquidation gering ist. Dies ermöglicht es uns, insbesondere bei den offenen Vorsorgewerken, die Vorteile eines langfristigen Horizonts zu nutzen (beispielsweise das Tolerieren von kurzfristigen Bewertungsschwankungen und das Abschöpfen von Illiquiditätsprämien). Im ALM-Prozess verwenden wir einen strategischen Horizont von 10 Jahren. Da sich Risikoprämien zyklisch verhalten, überprüfen wir die wichtigsten Annahmen des ALM-Prozesses (insbesondere die Rendite-Risikoannahmen pro Anlageklasse und die Entwicklung des Deckungsgrades) regelmässig. Stellen wir dabei fest, dass sich wesentliche Annahmen im Vergleich zum Vorjahr stark verändert haben, wird der gesamte Teilprozess «Überprüfung der Anlagestrategien» neu gestartet.

Diversifikation
Wir schöpfen eine Vielzahl unterschiedlicher Risikoprämien ab. Mit dieser Diversifikation reduzieren wir das Risiko des Gesamtportfolios.

Portfoliokonstruktion
Ein Gesamtportfolio ist mehr als die Summe seiner Teile, da sich die verschiedenen Anlageklassen unterschiedlich verhalten: Jede Anlageklasse, jeden Baustein des Gesamtvermögens beurteilen wir daher nicht nur für sich alleine, sondern auch aufgrund seines Beitrags zu Risiken und Erträgen des Gesamtvermögens.

Anlageentscheide
Wir stützen unsere Anlageentscheide auf solide Daten und fundierte wissenschaftliche Grundlagen. Im ALM-Prozess verwenden wir realistische und fundierte Risiko-Rendite-Annahmen der einzelnen Anlageklassen.

3. Umsetzung der Anlagestrategien

Verantwortungsbewusstes Investieren
Die verantwortungsbewusste Anlagetätigkeit von PUBLICA gliedert sich in zwei Bereiche:

  • die aktive Wahrnehmung der Aktionärsrechte: Darunter verstehen wir einerseits die regelmässige Überprüfung der Anlagen anhand objektiver Kriterien und den Dialog mit kritischen Unternehmen (Screening und Engagement) und anderseits die Ausübung von Stimmrechten.
  • ESG-Risikoanalyse (E=Environment/Umwelt; S=Social/Soziales; G=Governance/Unternehmensführung): Im Sinne eines erweiterten Risikomanagements führen wir regelmässig anhand von ESG-Kriterien eine Risikoanalyse durch, um schwer quantifizierbare (inkl. Reputations-) Risiken zu analysieren, die für das von PUBLICA verwaltete Vermögen spürbare finanzielle Verluste zur Folge haben könnten.

Transparenz
Wir achten auf eine einfache, funktionale und transparente Konstruktion des Gesamtportfolios. Auf Anlagen in intransparente Produkte verzichten wir. So haben wir jederzeit einen detaillierten Überblick über das Gesamtvermögen der Anlagestrategien.

Benchmark
Für jede Anlageklasse definieren wir sorgfältig eine Benchmark, die das gewünschte Risiko-Rendite- Profil aus Sicht der Anlagestrategien möglichst effizient abbildet.

Anlagestil
Sehr wenige Vermögensverwalter sind in der Lage, in weitgehend effizienten Märkten erfolgreich einzelne Wertschriften auszuwählen und so ein Portfolio zusammenzustellen, das sich auf die Dauer ohne zusätzliche Risiken und nach Abzug aller Kosten besser entwickelt als der Markt. Für PUBLICA ist es schwierig, diese Manager zu identifizieren und relevante Beträge in deren Produkte zu investieren. Aus diesem Grund bilden unsere internen und externen Vermögensverwalter bei liquiden Anlageklassen Benchmarks indexiert oder indexnah nach. Bei illiquideren Anlageklassen (Private Markets) verfolgen wir einen sogenannten «Buy-and-Maintain»-Ansatz.

Auswahl der Vermögensverwalter und Umsetzungsform
Für unsere internen und externen Vermögensverwalter gelten die gleichen hohen Anforderungen. PUBLICA wählt auf der Basis eines klar strukturierten Prozesses für jede Anlageklasse die kompetentesten Partner. Innerhalb jeder Anlageklasse wird nach Möglichkeit eine «Backup-Lösung» bereitgestellt. Dank diesem redundanten Ansatz kann im Bedarfsfall ein anderer Vermögensverwalter zeitnah einspringen.

Taktische Asset Allocation und diszipliniertes Rebalancing
Mit taktischen Entscheiden, d.h. temporären Über- und Untergewichten im Verhältnis zur Strategie, wollen wir mittelfristig einen Mehrwert (eine höhere Netto-Rendite bzw. ein tieferes Risiko) erreichen.

4. Überwachung der Anlagestrategien

Risikomanagement
Wir identifizieren, messen, überwachen und steuern Risiken und Erträge auf der Stufe des Gesamtvermögens der Anlagestrategien. Interne wie auch externe Parteien stellen sicher, dass das Anlagevermögen entsprechend den Vorgaben verwaltet und das Risikobudget der Anlagestrategien eingehalten wird. Wir minimieren Risiken, die nicht mit einer Prämie abgegolten werden.

Management-Informationskonzept
Wir stellen sicher, dass die verantwortlichen Instanzen über aussagekräftige, führungsrelevante Informationen verfügen.

5. Best Governance

Governance
Wir trennen Beratung, Entscheid und Kontrolle, um Interessenskonflikte möglichst zu vermeiden. Wir leben das Vier-Augen-Prinzip. Klare, nachvollziehbare Führungs- und Entscheidungsprozesse schaffen Mehrwert. Die Kassenkommission trägt die Gesamtverantwortung für die Verwaltung  des Vermögens. Sie erlässt das Anlagereglement (PDF, 275 KB) und die Anlagestrategien (PDF, 40 KB). Die detaillierten Aufgaben sind im Anlagereglement festgehalten.

Personen
Unsere Anlagen werden durch Fachpersonen bewirtschaftet, die hohen professionellen Anforderungen gerecht werden und die respektvoll, integer und loyal sind.

Das Anlagecredo von PUBLICA (PDF, 50 KB)

Wichtiger Hinweis!

Die Simulationen berücksichtigen die seit 1. Januar 2019 geltenden Spar-, Einkaufs- und Umwandlungssätze. Die Renten werden grundsätzlich zu tief ausgewiesen, weil allfällige individuelle Massnahmen nicht berücksichtigt sind: Nominelle Besitzstandsgarantie, Rentenaufwertung ab Alter 60, Einlage ins Vorsorgeguthaben – nicht erworbener Anteil aufgrund Restriktion 1/36 pro Monat. Die exakten Werte erhalten Sie von Ihrem Kundenbetreuer/Ihrer Kundenbetreuerin. Die entsprechenden Koordinaten finden Sie auf Ihrem Vorsorgeausweis.