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AHV-Lohn
 

Der AHV-Lohn ist die Grundlage zur Berechnung der gesetzlich vorgeschriebenen Leistungen der 2. Säule (BVG). Der AHV-Lohn ist der tatsächlich verdiente Lohn inkl. eventuell versicherten Zulagen.

Altersguthaben
 

Das Altersguthaben ist die Summe der Altersgutschriften (auch Sparbeiträge genannt), die eine versicherte Person zusammen mit dem Arbeitgeber im Laufe ihres Erwerbslebens in die 2. Säule einbezahlt sowie sämtlicher Einzahlungen (Einkauf / Freizügigkeitsleistungen / Rückzahlung WEF oder Scheidung) minus sämtliche Bezüge (WEF / Scheidung) und zuzüglich Zinsen der Pensionskasse. Zum Zeitpunkt der Pensionierung wird auf der Basis des Altersguthabens die Höhe der Altersrente bestimmt.

Altersgutschrift
 

Altersgutschriften sind Sparbeiträge, die jede versicherte Person und ihr Arbeitgeber an das Altersguthaben der versicherten Person leisten. Die Höhe der Altersgutschriften wird in Prozenten des versicherten Lohnes festgesetzt und ist abhängig vom Alter der versicherten Person.

Altersleistungen
 

Anspruch auf Altersleistungen der AHV haben Männer ab dem 65. und Frauen ab dem 64. Geburtstag. Anspruch auf Altersleistungen der beruflichen Vorsorge haben versicherte Personen ab Erreichung des Pensionierungsalters. Die reglementarischen Bestimmungen einer Pensionskasse können abweichend davon vorsehen, dass der Anspruch auf Altersleistungen mit der Beendigung der Erwerbstätigkeit bereits ab Alter 58 und spätestens ab Alter 70 entsteht.

Altersrente
 

Die Altersrente ist die geläufigste Form des Bezugs von Altersleistungen. Sie wird mittels Multiplikation des Altersguthabens zum Zeitpunkt der Pensionierung mit dem entsprechenden Umwandlungssatz berechnet. Rentenbeziehende haben lebenslang Anspruch auf die zu ihrem Pensionierungszeitpunkt definierte Altersrente.

Anlage
 

Wenn Kapital langfristig zur Erzielung von Ertrag, Wertzuwachs oder Erhaltung einer Substanz investiert (angelegt) wird, spricht man von einer Anlage (Kapitalanlage).

Anlagerendite (Performance)
 

Die Performance wird in der Regel auf ein Jahr hochgerechnet („annualisiert“) ausgewiesen. Als Performance wird das Verhältnis zwischen dem Gewinn/Verlust einer Investition und dem dafür eingesetzten Kapital bezeichnet. Zur Berechnung des eingesetzten Kapitals sind auch die jeweiligen Mittelfüsse im betrachteten Zeitraum zu berücksichtigen.

Anlagestrategie
 

Die Anlagestrategie definiert, in welche Anlageklassen (beispielsweise Aktien, Obligationen, Staatsanleihen, Rohstoffe oder Immobilien) ein Unternehmen investiert und wie das verfügbare Vermögen prozentual auf die unterschiedlichen Anlageklassen verteilt wird. Pensionskassen sind dabei an die Vorschriften des BVG und der entsprechenden Folgeerlasse gebunden.

Arbeitgeber
 

Als Arbeitgeber wird ein Unternehmen bezeichnet, das mit einer Pensionskasse einen Anschlussvertrag abschliesst und die Arbeitnehmenden gegen die Risiken Tod, Invalidität und Alter versichert.

Arbeitgeberbeitrag
 

Der Arbeitgeberbeitrag setzt sich zusammen aus dem Sparbeitrag (fürs Alter) und allenfalls (je nach Vorsorgeplan) aus dem Risikobeitrag (für die Risiken Tod und Invalidität). Das Total dieser Beiträge (inkl. Risiko) muss von Gesetzes wegen mindestens gleich hoch sein wie jenes der Versicherten.

Asset & Liability-Analyse (ALM-Analyse)
 

Unter Asset-Liability-Management (ALM) wird die Abstimmung und Kontrolle der Abhängigkeiten zwischen Aktiv- und Passivseite der Bilanz sowie der Struktur und der zu erwartenden Entwicklung des Versichertenbestandes verstanden. Das Ziel einer ALM-Studie ist die Festlegung einer Anlagestrategie, welche auf die Leistungsziele, die Risikofähigkeit und die Risikobereitschaft der Pensionskasse zugeschnitten ist.

Auffangeinrichtung
 

Die Auffangeinrichtung ist eine gesamtschweizerische Vorsorgeeinrichtung, die von Spitzenorganisationen der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer errichtet wurde. Sie steht Arbeitgebern zur Verfügung, die sich keiner Vorsorgeeinrichtung angeschlossen haben. Die Auffangeinrichtung ist verpflichtet, arbeitslose Personen für die obligatorische berufliche Vorsorge zu versichern. Zudem sind ihr seit 1995 alle Austrittsleistungen von Versicherten zu übertragen, die keine (neue) Vorsorgeeinrichtung angeben, der diese zweckgebundenen Austrittsleistungen überwiesen werden können.

Austrittsleistung
 

Als Austrittsleistung (Freizügigkeitsleistung) wird das Altersguthaben bezeichnet, das eine versicherte Person bis zum Datum ihres Austritts aus einem Anstellungsverhältnis erworben hat. Die Austrittsleistung wird entweder auf die Pensionskasse des neuen Arbeitgebers übertragen oder, falls keine neue Stelle angetreten wird, auf ein Freizügigkeitskonto.

Barwert
 

Der Barwert ist der Wert, den zukünftige Zahlungen an einem festgelegten Berechnungs-stichtag besitzen. Dazu wird die Zahlung mit dem über diesen Zeitraum erzielbaren Zins diskontiert.

Beitragsprimat
 

Bei einem Pensionskassensystem nach Beitragsprimat richten sich Leistungen (für Alter, Invalidität, Tod) grundsätzlich nach der Summe der geleisteten Altersgutschriften bzw. Sparbeiträge zuzüglich Zinsen (Altersguthaben).

Benchmark
 

Ein Benchmark (auch Referenzindex) ist ein Massstab zum Vergleich von Ergebnissen oder Leistungen. Pensionskassen verwenden Benchmarks im Anlagebereich, um die Erreichung von Zielvorgaben zu prüfen. Bei der Wahl eines Benchmarks ist die Zusammensetzung des entsprechenden Indexes ausschlaggebend.

BVG
 

BVG ist die Abkürzung für Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge. Das BVG ist seit 1. Januar 1985 in Kraft. Verschiedene Aspekte des BVG sind auf Verordnungsebene (BVV) detailliert geregelt, so unter anderem, wie eine Pensionskasse ihr Vermögen anzulegen hat und welche Risiken sie dabei eingehen darf.

BVG-Grenzbeträge
 

Folgende Beträge sind für den obligatorischen Bereich der beruflichen Vorsorge massgebend (Stand 2019):

  • Mindestjahreslohn Eintrittsschwelle BVG: CHF 21‘330

  • maximal anrechenbare Jahreslohnes: CHF 85‘320

  • Koordinationsabzug: CHF 24‘885

  • maximaler koordinierter Lohn: CHF 60'435

  • minimaler koordinierter Lohn: CHF 3‘555

  • maximale AHV-Altersrente: CHF 28‘440

BVG-Mindestzinssatz
 

Pensionskassen sind verpflichtet, die Altersguthaben ihrer Versicherten zu verzinsen. Der Bundesrat legt jährlich fest, zu welchem (minimalen) Zinssatz die Vorsorgeeinrichtungen die Altersguthaben der versicherten Personen im obligatorischen Bereich (BVG-Altersguthaben) verzinsen müssen. Im überobligatorischen Bereich ist die Verzinsung der Altersguthaben an keine gesetzlichen Vorschriften gebunden.

Deckungsgrad
 

Der Deckungsgrad zeigt auf, in welchem Verhältnis das verfügbare Vermögen einer Pensionskasse zu ihren Verpflichtungen (Passiven) stehen. Von einer Überdeckung wird gesprochen, wenn die Verpflichtungen zu mehr als 100 Prozent gedeckt sind, während bei einer Unterdeckung die Aktiven nicht ausreichen, um alle Verpflichtungen vollumfänglich abzudecken. Es wird zwischen dem technischen und dem ökonomischen Deckungsgrad unterschieden. Bei ersterem werden die Passiven mit einem technischen Zinssatz diskontiert, während die ökonomische Betrachtung die aktuelle Zinskurve berücksichtigt.

Deckungskapital
 

Als Deckungskapital wird das von Pensionskassen zur Finanzierung der versicherten Leistungen geäufnete Kapital bezeichnet.

Duoprimat
 

Bei einem Vorsorgeplan nach Duoprimat werden die Vorsorgeleistungen teils nach dem System des Beitragsprimats und teils nach dem System des Leistungsprimats ermittelt. Marktüblich ist das Duoprimat mit Beitragsprimat für die Altersleistungen und Leistungsprimat für die Risikoleistungen Invalidität und Tod.

Ehegattenrente
 

Im Todesfall einer versicherten oder rentenbeziehenden Person hat die verwitwete Ehepartnerin bzw. der verwitwete Ehepartner unter gewissen Voraussetzungen Anspruch auf die Auszahlung einer Rente (Ehegattenrente).

Eingetragene Partnerschaft
 

Eingetragene Partnerschaften gleichgeschlechtlicher Paare sind der Ehe gleichgestellt. Die für Ehepaare geltenden Bestimmungen haben folglich auch für gleichgeschlechtliche Paare Gültigkeit.

Einkauf
 

Einkäufe sind freiwillige Einlagen einer versicherten Person, die zu höheren versicherten Altersleistungen führen. Je nach Vorsorgeplan können Einkäufe auch zu einer Erhöhung der Leistungen bei Invalidität oder bei Tod (vor der Pensionierung) führen. Einkäufe sind nur möglich, solange eine Deckungslücke besteht und wenn die vorsorgerechtlichen Voraussetzungen erfüllt werden. Einkäufe sind in der Regel steuerlich abzugsfähig.

Experte für berufliche Vorsorge
 

Pensionskassen müssen durch einen anerkannten Experten für berufliche Vorsorge periodisch überprüfen lassen, dass sie über die erforderliche Sicherheit verfügen, ihre Verpflichtungen gegenüber den Versicherten und Rentenbeziehenden erfüllen zu können.

Freiwillige Sparbeiträge
 

Freiwillige Sparbeiträge sind monatliche Lohnabzüge zugunsten der beruflichen Vorsorge. Die Höhe der möglichen Abzüge regelt ein Vorsorgewerk im Vorsorgeplan. Die freiwilligen Sparbeiträge werden zuzüglich Zinsen dem Altersguthaben gutgeschrieben und bei der Berechnung der Altersrente vollumfänglich berücksichtigt.

Freizügigkeitsleistung
 

Mit dem Austritt einer versicherten Person aus einem Arbeitsverhältnis ist in der Regel auch ein Wechsel der Vorsorgeeinrichtung und damit eine Übertragung der erworbenen Ansprüche verbunden. Diese erfolgt entweder in die Pensionskasse des neuen Arbeitgebers oder bei längerem Arbeitsunterbruch oder Arbeitslosigkeit auf eine Freizügigkeitseinrichtung. In der Schweiz ist volle Freizügigkeit gewährleistet; die Mittel sind jedoch an den Zweck der beruflichen Vorsorge gebunden.

Geschlossene Vorsorgewerke
 

Vorsorgewerke, die ausschliesslich aus Rentenbeziehenden bestehen und keine neuen aktiven Versicherten aufnehmen können, werden als geschlossene Vorsorgewerke bezeichnet. PUBLICA betreut 7 geschlossene Vorsorgewerke und 13 offene Vorsorgewerke.

Gesundheitsvorbehalt
 

PUBLICA kann für die Deckung der Risiken Tod und Invalidität einen Gesundheitsvorbehalt anbringen, deshalb erfolgt für bestimmte Versichertenkategorien eine Gesundheitsprüfung. Ein Gesundheitsvorbehalt ist eine individuelle, konkrete und zeitlich begrenzte (höchstens 5 Jahre dauernde) Einschränkung des Versicherungsschutzes. Falls während eines allfälligen Vorbehaltes ein Risikoereignis eintritt (Tod bzw. Invalididität), werden die Leistungen gekürzt ausgerichtet. Er ist nur im Bereich des Überobligatoriums zulässig.

Invalidenkinderrente
 

Bezüger einer Invalidenrente erhalten gemäss BVG für jedes noch nicht 18-jährige Kind eine jährliche Rente in der Höhe von 20 Prozent ihrer Invalidenrente ausgerichtet. Für Kinder, die in Ausbildung stehen, wird die Invalidenkinderrente längstens bis zum Erreichen des 25. Altersjahres bezahlt.

Kapitaldeckungsverfahren
 

In der Schweiz wird die 2. Säule nach dem Kapitaldeckungsverfahren finanziert. Demzufolge wird für jede versicherte Person während ihrer Erwerbstätigkeit das erforderliche Kapital (Deckungskapital) angespart, das ihr für die künftigen Leistungen zur Verfügung stehen soll.

Kapitaloption
 

Versicherte können entscheiden, ob sie bei ihrer Pensionierung eine Rente oder eine Barauszahlung ihres angesparten Kapitals wünschen. Auch Teilbezüge des Kapitals sind grundsätzlich möglich. Das Vorsorgewerk legt fest, welche Fristen dabei zu beachten sind.

Karenzzeit bei Austritt
 

Für die Risiken Tod und Invalidität bleiben Arbeitnehmende während eines Monats über die Auflösung des Vorsorgeverhältnisses hinaus versichert, sofern keine neue Stelle angetreten wurde.

Kassenkommission PUBLICA
 

Die Kassenkommission PUBLICA übt als zentrale, vom operativen Betrieb unabhängige Instanz die Aufsicht und Kontrolle über die Geschäftsführung von PUBLICA aus. Sie bestimmt die strategische Ausrichtung und Führung der Sammeleinrichtung. Ständige Ausschüsse der Kassenkommission PUBLICA sind der Anlageausschuss, der Ausschuss Vorsorgepolitik und Recht sowie das Audit Committee.

Koordinationsabzug
 

Gemäss BVG muss jener Teil des Jahreslohnes, der durch die AHV-Leistungen abgesichert ist, nicht auch in der Pensionskasse versichert werden. Dieser abziehbare Betrag wird als Koordinationsabzug bezeichnet. Bei Publica beträgt der Koordinationsabzug 30% des Lohns aber maximal den Koordinationsabzug gemäss BVG.

Lebensbescheinigung
 

Für jede Rente existiert ein persönlicher Anspruch, der nicht übertragbar ist. Um sicherzustellen, dass im Todesfall keine Renten an Unberechtigte weiter ausbezahlt werden, sind Vorsorgeeinrichtungen befugt, periodisch einen Lebensnachweis von den versicherten Personen einzufordern.

Lebenspartnerrente
 

Unter bestimmten Voraussetzungen hat die Lebenspartnerin bzw. der Lebenspartner einer verstorbenen versicherten Person Anspruch auf eine Lebenspartnerrente. Die Höhe der Lebenspartnerrente wird gleich wie diejenige der Ehegattenrente berechnet.

Leistungsprimat
 

Bei einem Pensionskassensystem nach Leistungsprimat werden die künftigen Alters-leistungen in Prozenten des versicherten Lohnes im Voraus definiert. Die zu leistenden Alters- bzw. Sparbeiträge werden von dieser Basis abgeleitet.  

Massgebender Lohn
 

Bei PUBLICA ist der massgebende Jahreslohn die Grundlage für die Berechnungen der Leistungen der 2. Säule. Der massgebende Jahreslohn ist der vertraglich festgelegte Jahreslohn zu 100% inkl. versicherbarer Zulagen.

Mindestzins
 

s. BVG-Mindestzins

Offene Vorsorgewerke
 

Von offenen Vorsorgewerken sprechen wir, wenn sich die Versichertenbestände mindestens aus aktiv Versicherten (Arbeitnehmenden) zusammensetzen. Passiv Versicherte (Rentenbeziehende) sind zwar mehrheitlich vorhanden, aber kein Kriterium für ein offenes Vorsorgewerk. PUBLICA sind 13 offene und 7 geschlossene Vorsorgewerke angeschlossen.

Paritätisches Organ
 

Die paritätische Verwaltung einer Vorsorgeeinrichtung ist ein zentraler Grundsatz in der beruflichen Vorsorge. Sie soll sicherstellen, dass die Sozialpartner die Vorsorge gemeinschaftlich organisieren, durchführen und überwachen. Jedes Vorsorgewerk verfügt über ein zu gleichen Teilen (paritätisch) aus Vertretungen der Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden zusammengesetztes strategisches Führungsorgan – das paritätische Organ.

Performance
 

Die Performance ist die Summe der Erträge aus den Vermögensanlagen.

Portfolio
 

Die Gesamtheit der Investitionen, über die eine Person, Organisation oder Gesellschaft verfügt, wird als Portfolio bezeichnet.

Portfoliomanager (Asset Manager)
 

Portfoliomanager sind Vermögensverwalter. In der Praxis bezieht sich der Begriff Portfoliomanager auf die für das einzelne Portfolio (Vermögen oder Teilvermögen) zuständige Person sowie auf das Institut oder die Bank, die das Portfoliomanagement (Vermögensverwaltung bzw. Asset Management) betreibt.

Rating
 

Unter Rating versteht man die Einstufung der Bonität verschiedener Akteure im Finanzbereich. Der Begriff umfasst sowohl das Verfahren zur Ermittlung der Kreditwürdigkeit als auch das Ergebnis der Analyse. Grosse professionelle Ratingagenturen im Finanzbereich sind beispielsweise Standard & Poors,Moody’s oder Fitch.

Rendite
 

s. Anlagerendite.

Risikobeitrag (Risikoprämie)
 

Der Risikobeitrag dient der Finanzierung der Leistungen bei Invalidität und Tod (Risikoleistungen). Risikobeiträge werden ab dem 17. Altersjahr erhoben. Je nach Vorsorgeplan beteiligt der Arbeitgeber daran.

Sammeleinrichtung
 

Als Sammeleinrichtungen werden Pensionskassen (Vorsorgeeinrichtungen) bezeichnet, denen mehrere voneinander unabhängige Arbeitgeber abgeschlossen sind. Jeder angeschlossene Arbeitgeber bildet entweder ein eigenes Vorsorgewerk oder schliesst sich mit anderen Arbeitgebern zu einem gemeinschaftlichen Vorsorgewerk zusammen. PUBLICA ist eine Sammeleinrichtung, der aktuell 7 geschlossene und 13 offene Vorsorgewerke angeschlossen sind. Von den 13 offenen Vorsorgewerken ist eines ein gemeinschaftliches.

Sanierungsmassnahmen
 

Weist eine Vorsorgeeinrichtung eine Unterdeckung auf, ist sie gemäss BVG dazu verpflichtet, Massnahmen zur Behebung der Unterdeckung einzuleiten. Von Gesetzes wegen stehen ihr hierfür verschiedene Möglichkeiten offen.

Schattenrechnung
 

Vorsorgeeinrichtungen berechnen die Leistungsansprüche der versicherten Personen einerseits gemäss Reglement ihres Vorsorgewerks andererseits gemäss dem gesetzlichen Mindestanspruch. Mit dieser sogenannten Schattenrechnung belegen Vorsorgerichtungen, dass sie die Mindeststandards des BVG in jeder Hinsicht einhalten.

Sicherheitsfonds BVG
 

Der BVG-Sicherheitsfonds ist eine gesamtschweizerische Institution mit besonderen Aufgaben im Bereich der beruflichen Vorsorge. Alle dem Freizügigkeitsgesetz unterstellten Vorsorgeeinrichtungen sind dem Sicherheitsfonds angeschlossen.

Sparbeiträge
 

s. Altersgutschrift

Sparguthaben
 

s. Altersguthaben

Spargutschriften
 

s. Altersgutschriften

Sparkapital
 

s. Alterskapital

Technische Rückstellungen
 

Die technischen Rückstellungen bilden zusammen mit dem Spar- bzw. Deckungskapital die Verpflichtungen (versicherungstechnisch notwendiges Vorsorgekapital) einer Pensionskasse. Für die Berechnung der technischen Rückstellungen werden die Besonderheiten des Versichertenbestandes, des Vorsorgereglements sowie Annahmen über die Zukunft ermittelt. Die definierten Rückstellungen werden im „Reglement Rückstellungen und Reserven bei PUBLICA“ geführt.

Technischer Zins
 

Der technische Zins sagt aus, wie hoch die Verzinsung auf dem angesparten Kapital (Deckungskapital) nach der Pensionierung sein muss, damit die Finanzierung einer laufenden Rente sichergestellt ist. Der technische Zins muss durch die Anlagerendite finanziert werden. Da für künftige Anlagerenditen nur Annahmen getroffen werden können, ist der technische Zins eine Rechnungsannahme.

Umhüllende Vorsorge
 

Eine Vorsorge wird als umhüllend bezeichnet, wenn sie Leistungen erbringt, die über den Bereich des BVG-Obligatoriums hinausgehen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn eine Vorsorgeeinrichtung höhere Lohnbestandteile versichert, höhere Leistungen bietet, höhere Beiträge entrichtet oder von vorteilhafteren Anspruchsgrundlagen ausgeht. PUBLICA ist eine Pensionskasse mit umhüllenden Vorsorgeleistungen.

Umwandlungssatz
 

Der Umwandlungssatz ist eine versicherungsmathematische Grösse, die Pensionskassen zur Berechnung der Renten benötigen. Durch Multiplikation des Umwandlungssatzes mit dem vorhandenen Altersguthaben einer versicherten Person zum Zeitpunkt der Pensionierung wird die Höhe ihrer künftigen Rente ermittelt. Der Umwandlungssatz ist vom Alter zum Zeitpunkt der Pensionierung abhängig. Die Vorsorgewerke legen die Höhe des Umwandlungssatzes im Reglement fest. Die Hauptfaktoren, welche die Umwandlungssatzgrösse bestimmen sind der technische Zinssatz und die zukünftige Lebenserwartung.

Unterdeckung
 

Vorsorgeeinrichtungen müssen gemäss BVG jederzeit in der Lage sein, die von ihnen übernommenen Verpflichtungen zu erfüllen. Verpflichtungen haben Pensionskassen in erster Linie gegenüber den Rentenbeziehenden (Rentenzahlungen) sowie den aktiven Versicherten (vorhandenes Altersguthaben). Diese Verpflichtungen (Passiven) müssen zu 100 Prozent durch Vermögenswerte (Aktiven) abgedeckt sein, da die 2. Säule im Kapitaldeckungsverfahren finanziert wird. Ist das Vermögen kleiner als die Verpflichtungen, spricht man von einer Unterdeckung.

Versicherbarer Lohn
 

Der versicherbare Lohn entspricht dem massgebenden Jahreslohn multipliziert mit dem Beschäftigungsgrad.

Versicherter Verdienst
 

Der versicherte Verdienst entspricht dem massgebenden Jahreslohn nach Abzug des Koordinationsbetrags.

Verzinsung der Altersguthaben
 

Das paritätische Organ bestimmt jährlich aufgrund der Kapitalerträge und der finanziellen Lage seines Vorsorgewerks, zu welchem Zinssatz die Altersguthaben der versicherten Personen verzinst werden müssen.

Vorsorgefall
 

Mit dem Begriff Vorsorgefall werden jene Ereignisse begrifflich zusammengefasst, die im Rahmen der beruflichen Vorsorge versichert sind: Alter, Tod und Invalidität.

Vorsorgewerk
 

Als Vorsorgewerk wird die Einheit von Arbeitgeber, Arbeitnehmern (versicherte Personen) und Rentenbeziehenden bezeichnet. Der Sammeleinrichtung PUBLICA sind 20 voneinander unabhängige Vorsorgewerke angeschlossen.

Wertschwankungsreserven
 

Die Wertschwankungsreserve berücksichtigt das Schwankungsrisiko auf den Vermögensanlagen. Die Äufnung von Wertschwankungsreserven erlaubt es Pensionskassen, ihren Verpflichtungen auch in schlechten Anlagejahren nachkommen zu können, ohne in Unterdeckung zu fallen.

Wohneigentumsförderung (WEF)
 

Für den Erwerb von Wohneigentum, das selbst ständig genutzt wird, können Mittel aus der beruflichen Vorsorge eingesetzt werden. Ein Vorbezug von Vorsorgemitteln schmälert die künftigen Alters- und je nach Vorsorgeplan auch die Risikoleistungen. Durch spätere Rückzahlungen können die Leistungsansprüche wieder verbessert werden.

Wichtiger Hinweis!

Die Simulationen berücksichtigen die seit 1. Januar 2019 geltenden Spar-, Einkaufs- und Umwandlungssätze. Die Renten werden grundsätzlich zu tief ausgewiesen, weil allfällige individuelle Massnahmen nicht berücksichtigt sind: Nominelle Besitzstandsgarantie, Rentenaufwertung ab Alter 60, Einlage ins Vorsorgeguthaben – nicht erworbener Anteil aufgrund Restriktion 1/36 pro Monat. Die exakten Werte erhalten Sie von Ihrem Kundenbetreuer/Ihrer Kundenbetreuerin. Die entsprechenden Koordinaten finden Sie auf Ihrem Vorsorgeausweis.