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Technische Rückstellungen

Die technischen Rückstellungen bilden zusammen mit dem Spar- bzw. Deckungskapital die Verpflichtungen (versicherungstechnisch notwendiges Vorsorgekapital) einer Pensionskasse. Für die Berechnung der technischen Rückstellungen werden die Besonderheiten des Versichertenbestandes, des Vorsorgereglements sowie Annahmen über die Zukunft ermittelt. Die definierten Rückstellungen werden im „Reglement Rückstellungen und Reserven bei PUBLICA“ geführt.

Technischer Zins

Der technische Zins sagt aus, wie hoch die Verzinsung auf dem angesparten Kapital (Deckungskapital) nach der Pensionierung sein muss, damit die Finanzierung einer laufenden Rente sichergestellt ist. Der technische Zins muss durch die Anlagerendite finanziert werden. Da für künftige Anlagerenditen nur Annahmen getroffen werden können, ist der technische Zins eine Rechnungsannahme.

Umhüllende Vorsorge

Eine Vorsorge wird als umhüllend bezeichnet, wenn sie Leistungen erbringt, die über den Bereich des BVG-Obligatoriums hinausgehen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn eine Vorsorgeeinrichtung höhere Lohnbestandteile versichert, höhere Leistungen bietet, höhere Beiträge entrichtet oder von vorteilhafteren Anspruchsgrundlagen ausgeht. PUBLICA ist eine Pensionskasse mit umhüllenden Vorsorgeleistungen.

Umwandlungssatz

Der Umwandlungssatz ist eine versicherungsmathematische Grösse, die Pensionskassen zur Berechnung der Renten benötigen. Durch Multiplikation des Umwandlungssatzes mit dem vorhandenen Altersguthaben einer versicherten Person zum Zeitpunkt der Pensionierung wird die Höhe ihrer künftigen Rente ermittelt. Der Umwandlungssatz ist vom Alter zum Zeitpunkt der Pensionierung abhängig. Die Vorsorgewerke legen die Höhe des Umwandlungssatzes im Reglement fest. Die Hauptfaktoren, welche die Umwandlungssatzgrösse bestimmen sind der technische Zinssatz und die zukünftige Lebenserwartung.

Unterdeckung

Vorsorgeeinrichtungen müssen gemäss BVG jederzeit in der Lage sein, die von ihnen übernommenen Verpflichtungen zu erfüllen. Verpflichtungen haben Pensionskassen in erster Linie gegenüber den Rentenbeziehenden (Rentenzahlungen) sowie den aktiven Versicherten (vorhandenes Altersguthaben). Diese Verpflichtungen (Passiven) müssen zu 100 Prozent durch Vermögenswerte (Aktiven) abgedeckt sein, da die 2. Säule im Kapitaldeckungsverfahren finanziert wird. Ist das Vermögen kleiner als die Verpflichtungen, spricht man von einer Unterdeckung.

Versicherbarer Lohn

Der versicherbare Lohn entspricht dem massgebenden Jahreslohn multipliziert mit dem Beschäftigungsgrad.

Versicherter Verdienst

Der versicherte Verdienst entspricht dem massgebenden Jahreslohn nach Abzug des Koordinationsbetrags.

Verzinsung der Altersguthaben

Das paritätische Organ bestimmt jährlich aufgrund der Kapitalerträge und der finanziellen Lage seines Vorsorgewerks, zu welchem Zinssatz die Altersguthaben der versicherten Personen verzinst werden müssen.

Vorsorgefall

Mit dem Begriff Vorsorgefall werden jene Ereignisse begrifflich zusammengefasst, die im Rahmen der beruflichen Vorsorge versichert sind: Alter, Tod und Invalidität.

Vorsorgewerk

Als Vorsorgewerk wird die Einheit von Arbeitgeber, Arbeitnehmern (versicherte Personen) und Rentenbeziehenden bezeichnet. Der Sammeleinrichtung PUBLICA sind 18 voneinander unabhängige Vorsorgewerke angeschlossen.


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